Wandern mit kleinen Kindern

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Eine Wanderung mit der Familie bedeutet, sein Tempo zu reduzieren und sich Zeit zu nehmen, die Landschaft zu genießen!

Routen sorgfältig planen:

Nehmen Sie sich Zeit dafür, die Karte und die Höhenlinien genau zu studieren und sich auch mit der Route vertraut zu machen.
Prüfen Sie bei dieser Gelegenheit die Lage der Route und wählen Sie im Sommer vorzugsweise schattige Pfade – so hält sich die ganze Familie im Kühlen auf. Dies ist auch für Pausen eine angenehmere Umgebung.

Da sich ein Kind im Alter von 3-4 Jahren mit einem Durchschnittstempo von 1 bis 2 km/h fortbewegt (und viele Pausen macht), werden die Schätzwerte der topographischen Wanderkarten für Sie nicht sehr hilfreich sein, weil sie die Gehzeit eines erwachsenen Wanderers angeben. Kalkulieren Sie einen zeitlichen Spielraum mit ein, um Ihre Wanderung ohne Zeitdruck genießen zu können.

Vergessen Sie nicht, sich über die örtliche Wettervorhersage zu informieren und zögern Sie nicht, sich gegen die Wanderung zu entscheiden, wenn das Wetter schlecht ist oder die Temperaturen zu niedrig sind. Kinder sind viel empfindlicher als Erwachsene und die Wanderung sollte für sie ein angenehmes Erlebnis sein.
Routen mit Hütten bieten Ihnen die Möglichkeit, längere Pausen in geschützer Umgebung zu machen.
Außerdem sollten Sie Seilbahnen und Gondelfahrten vermeiden. Diese erleichtern zwar den Aufstieg, können jedoch bei kleinen Kindern Probleme mit dem Druckausgleich hervorrufen.

Den richtigen Rhythmus finden:

Beginnen Sie zunächst mit ein paar kurzen einfachen Spaziergängen. Erhöhen Sie schrittweise den Schwierigkeitsgrad der Route, wenn Sie merken, dass Ihr Kind motiviert ist und sich gut an die Herausforderung anpasst. Generell sollten Wanderungen in zu hohen Lagen vermieden werden (über 2.000 m nicht empfehlenswert).

Es folgen ein paar Orientierungspunkte bezüglich des Höhenunterschieds und der Länge Ihrer Wanderung. Natürlich können Sie diese im Hinblick auf die Belastbarkeit Ihres Kindes anpassen:

> 0-18 Monate: Hier besteht keine Einschränkung, da der Träger 100% der Anstrengung übernimmt. Achten Sie trotzdem darauf, die Länge Ihrer Wanderung zu begrenzen, da Ihr Kind sich bewegen muss und Pausen braucht. Seien Sie auch darauf bedacht, die Höhe und die Zeit, in der Sie der Sonne oder der Kälte ausgesetzt sind, in Grenzen zu halten.

18 Monate – 3 Jahre: Je nachdem, wie selbstständig Ihr Kind ist, wird es bereits einen Teil des Weges selbst laufen wollen. Es wird aber schnell müde sein und muss noch einen Mittagsschlaf machen. Planen Sie daher recht kurze Strecken (100-300 m Höhenunterschied) und nehmen Sie eine Tragehilfe mit.

4-7 Jahre: Sie können Wanderungen mit einem Höhenunterschied von 400-500 m und 6-7 km Länge unternehmen, wobei dabei natürlich das Alter und die Selbstständigkeit Ihres Kindes bedacht werden sollten. 

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